Das Fach Deutsch

"Sprachkürze gibt Denkweite"
Jean Paul (1763-1825)

Zentrale Anliegen

Der Deutschunterricht am Gymnasium ermöglicht durch die intensive Beschäftigung mit Sprache und Literatur kulturelle und ästhetische Bildung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Er bringt den Schülerinnen und Schülern das Spektrum der Gegenwartsliteratur nahe und erschließt ihnen im Rahmen einer vertieften literarischen Bildung das dichterische Erbe der Vergangenheit.
Das Fach Deutsch strebt die Erweiterung, Differenzierung und Vertiefung des Vermögens an, die deutsche Sprache in mündlicher und schriftlicher Form als Mittel der Darstellung und Verständigung sowie als Medium und Gegenstand des Denkens und der Erkenntnis zu begreifen.
Auf Grund der intensiven Beschäftigung mit der deutschen Sprache und der Auseinandersetzung mit wertbezogenen Fragen von Individuum, Gesellschaft und Welt bestimmt das Fach die Persönlichkeitsbildung wesentlich mit, fördert vernetztes Denken und erfüllt vielfältige fächerübergreifende und integrative Funktionen. Haltungen wie Selbstreflexion, Aufgeschlossenheit für Literatur, kulturelle Identität, Verständnis und Verantwortungsbereitschaft für Mensch und Welt sind Leitziele des Fachs.

Methoden

Die Schülerinnen und Schüler erwerben im Fach Deutsch Schlüsselqualifikationen für Studium und Beruf, vor allem eine umfassende Lese-, Sprach-, Recherche- und Darstellungskompetenz. Damit sind sie befähigt, mit Texten sachgerecht umzugehen, Inhalte mündlich und schriftlich gut gegliedert zu präsentieren und adressaten- und themenbezogen zu sprechen und zu schreiben.

Struktur

Der Lehrplan für Deutsch besteht aus fünf grundlegenden Lernbereichen, die über die Jahrgangsstufen hinweg einer Progression folgen:
Im Bereich Sprechen gewinnen die Schülerinnen und Schüler Sicherheit in allen mündlichen Kommunikationsformen. Im Bereich Schreiben lernen sie – auch im Hinblick auf Studium und Beruf – in motivierenden Schreibanlässen, Gedanken zusammenhängend zu entwickeln und die Sprache als persönliches Ausdrucksmittel anzuwenden.
Der Bereich der Sprachbetrachtung sorgt für gefestigte orthographische, grammatische und stilistische Kenntnisse sowie für einen ausdifferenzierten Wortschatz, der sich auch im eigenen Stil äußert.
Die Beschäftigung mit Literatur sowie mit Sachtexten trägt nicht nur zur Allgemeinbildung bei, sondern bildet Werthaltungen sowie ästhetisches Urteilsvermögen aus.
Der selbstbestimmte und kritische Umgang mit Medien fördert die Entwicklung einer eigenständigen und reflektierten Einstellung zu ihnen und verhilft den Schülerinnen und Schülern dazu, deren Angebote und Möglichkeiten verantwortungsbewusst, sachgerecht, sinnvoll und kreativ zu nutzen.

Aus: Der Lehrplan für das Gymnasium in Bayern im Überblick, Hg. Staatsinstitut für Schulqualität und Bldungsforschung. München, überarbeitete Auflage Januar 2010, S. 14 (gekürzt).

Lehrplan

Genauere Informationen zum Fach Deutsch und zu den Inhalten der einzelnen Jahrgangsstufen können dem Lehrplan für die bayerischen Gymnasien entnommen werden.

Die unten stehenden Links führen zu den entsprechenden Seiten des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung München.