Keep up with KeepCup – Eine Idee erobert das JPG

Ein Bericht von Franziska Klein, einer ehemaligen Schülerin des Jean-Paul-Gymnasiums

„Viele kleine Dinge haben eine große Wirkung.“ Die Worte von Abygail Forsyth, der Gründerin der KeepCup Company in Australien, beschreiben eine Veränderung, die gerade von den Schülern und Schülerinnen des Jean-Paul-Gymnasiums in Hof begonnen wird.

Als ehemalige Schülerin des Gymnasiums erinnere ich mich sehr gut an den Kaffeeautomaten im Schulhaus, an Vanillemilch in den Mittagspausen der fünften Klasse und an (erhöhten) Kaffeekonsum während der Klausurenphasen der Oberstufe. Worüber ich mir nie Gedanken gemacht habe, sind die Berge an Plastikbechern im Mülleimer, zu denen ich meinen eigenen dazu warf, nur um am nächsten Tag einen Neuen zu verwenden, der wieder im Abfall landen würde.

In Deutschland werden pro Jahr etwa 3 Milliarden Einwegbecher verschwendet. Umgerechnet sind das 38 Becher pro Person, was alleine für Hof schon grob 1,7 Millionen Becher pro Jahr bedeutet. Wenn man bedenkt, dass für die Herstellung der in Deutschland jährlich benutzten Becher etwa 43.000 Bäume gefällt, 1,5 Milliarden Liter Wasser verbraucht und Energie für die Versorgung von 100.000 Musterhaushalten mit Strom verwendet wird, nur damit 40.000 Tonnen Abfall entstehen, sind das ganz schön erschreckende Zahlen.

Auf meinen Kaffee to-go muss ich, vor allem wo er jetzt in Studienzeiten noch viel nötiger geworden ist, trotzdem nicht verzichten und auch das schlechte Gewissen, das sich beim Wegwerfen vom Einmal-Plastikbecher einstellt, muss ich in Zukunft nicht mehr haben. Mit dem KeepCup, einem wiederverwendbaren, nachhaltig hergestellten Becher, kann ich meinen Kaffee am Morgen (und meistens auch noch mittags und nachmittags) einfach genießen. Außerdem besteht keine Gefahr mehr, dass gesundheitsschädliche Stoffe, die bei der Herstellung von Einwegbechern verwendet werden, sich als „Geschmackszugabe“ in mein Getränk mischen. Als Bonus werden die KeepCups sogar mit individuellem Design hergestellt, im Falle des Jean-Paul-Gymnasiums mit dem Logo der Schule, was dem ohnehin schon sinnvollen Becher einen extra Touch verleiht und sich super eignet, mit dem Umweltbewusstsein der eigenen Schule zu prahlen. Dies tue ich inzwischen abwechselnd mit meinem KeepCup des Jean-Paul-Gymnasiums und dem meiner Universität, was mir auch noch dabei hilft, Geld zu sparen. Dank der Initiative „BesserBechern“ in meiner Universitätsstadt erhält man in teilnehmenden Cafés nämlich einen Rabatt, wenn man seinen eigenen Becher mitbringt. Auch am JPG ist dies am Kaffeeautomaten mit den KeepCups möglich.

So sorgen, genau wie Abygail Forsyth gesagt hat, viele kleine bunte Becher und der Ideenreichtum unserer Schüler dafür, dass eine ganze Schule sauberer und umweltfreundlicher wird.

Franziska Klein

Die Idee vom KeepCup kommt bei den Schülern gut an

Als Franziska Klein die Idee vom KeepCup an unsere Schule herangetragen hat, stieß der Mehrwegbecher gleich auf großes Interesse bei den Schülern des Jean-Paul-Gymnasiums. Neben der Vermeidung des Plastikmülls überzeugten die Schüler zwei Aspekte besonders: der optisch sehr schöne Becher ist verschließbar und spülmaschinenfest. Er kann also ohne Probleme im leeren, auch benutzten Zustand mit nach Hause genommen und dort gereinigt werden. Am nächsten Tag steht einer erneuten Verwendung des Bechers, natürlich auch außerhalb der Schule, nichts im Wege.

Selbst für Schüler und Schülerinnen des Jean-Paul-Gymnasiums, die noch nicht der Kaffee- oder Kakaosucht verfallen sind, gibt es einen guten Grund den KeepCup zu kaufen. Denn seit Neuestem bietet die Q11 des Jean-Paul-Gymnasiums selbstgemachte Smoothies an. Diese sind nicht nur super lecker und gesund, sondern ersetzen den bisherigen Obstverkauf, der aus Hygienegründen nur in Plastikverpackungen möglich war. Die Idee für den Smoothie-Verkauf stammt wiederum von einem Schüler, der sich zwar aus Überzeugung den Mehrwegbecher kaufte, aber den Kaffeeautomaten der Schule selbst nicht oft benutzte. Wer also am Dienstag einen Smoothie kaufen möchte, hat die Wahl sich diesen im Glas oder gleich in seinem KeepCup abfüllen zulassen.

Leider hat ein so tolles Produkt wie der KeepCup natürlich auch seinen Preis. Aber Dank des Einsatzes der SMV, insbesondere von Lydia Kisler (10b), konnten 240 dieser Mehrwegbecher der Firma „KeepCup“ besonders kostengünstig, zeitnah und in fünf verschiedenen Farbvariationen, natürlich mit dem Logo des Jean-Paul-Gymnasiums, bestellt werden. Die Schüler konnten sogar zwischen zwei verschiedenen Größen wählen. Wer die Bestellung verpasst hat, kann den KeepCup auch noch über den Elternbeirat und die SMV erwerben und auch beim kommenden Schulfest am 22.07.2017 wird es eine Möglichkeit geben, den Mehrwegbecher zu kaufen.

StRin Kristin Strobel

Fotos: StRin Nina Hartung

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