Jean-Paul-Gymnasium debattiert sich im Regionalentscheid gleich zweimal nach München

Am vergangenen Donnerstag konnten die Stufensieger des JPG-„Jugend debattiert“-Schulwettbewerbs auf regionaler Ebene einmal mehr unter Beweis stellen, was sie können – und sie können einiges!

So gelang es gleich zwei Jean-Paulanern mit überzeugendem argumentativen Geschick, einer beachtlichen Eloquenz und reichlich Schlagfertigkeit, sich am Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt gegen zahlreiche Mitstreiter aus insgesamt acht Gymnasien und Fachoberschulen aus dem Raum Oberfranken / Unterfranken Ost durchzusetzen und sich damit für den Landeswettbewerb zu qualifizieren.

Nach zwei Vorrunden, in denen die Sekundarstufe 1 kontrovers über die Sinnhaftigkeit des Auswendiglernens längerer Gedichte im Deutschunterricht sowie über eine Kennzeichnungspflicht für Fleisch aus Massentierhaltung diskutierte, während die Sekundarstufe 2 sich mit Frauenschwimmzeiten in öffentlichen Schwimmbädern und einem Bettelverbot in Innenstädten auseinandersetzte, stand fest, dass zwei der vier angetretenen Hofer Schüler in den Finalrunden debattieren würden.

Dort setzten Hildegard Brandner und ihre drei Kontrahenten der Sekundarstufe 1 sich dann zunächst mit der Frage auseinander, ob die Bußgelder für Verschmutzungen des öffentlichen Raumes angehoben werden sollten. Während die Contra-Seite vor allem die Durchsetzbarkeit und die Rechtmäßigkeit der Maßnahme anzweifelte, punkteten Hildegard und Thomas Kornalik vom Ehrenbürg-Gymnasium Forchheim beispielsweise mit dem Hinweis auf die für die Kommunen anfallenden enormen Reinigungskosten oder der Betonung des erhofften erzieherischen Aspekts. Das hohe Maß an Fachwissen überzeugte letzten Endes die Jury, sodass Thomas den ersten und Hildegard den zweiten Platz erreichte.

Im Finale der Sekundarstufe 2 trat dann Kristan von Waldenfels an, der im Vorjahr dieses leider noch knapp verpasst hatte. In einer hochkarätigen Debatte über das Einführen verpflichtender Jugendquoten in Stadt- und Gemeinderäten wurden von beiden Parteien zahlreiche Aspekte angeführt. So begründete die Pro-Seite ihre Forderung u.a. mit der Notwendigkeit, auch einmal den sprichwörtlichen „frischen Wind“ in die verstaubten Amtsstuben zu bringen und jungen Menschen die Möglichkeit direkter politischer Partizipation zu geben, und führte als vorbildhaftes Beispiel Michael Bergrab, den derzeit jüngsten Bürgermeister Deutschlands, an. Die Contra-Seite wiederum kritisierte Quotenregelungen im Allgemeinen, da diese jeglichem demokratischen Grundverständnis widersprächen, und beanstandete auch das allseitige politische Desinteresse vieler Jugendlicher. Auch hier überzeugten die Argumente der Pro-Seite, sodass Kristan den ersten und sein Mitstreiter Luca Schüll von der Fach- und Berufsoberschule Schweinfurt den zweiten Platz belegte.

Mit Hildegard und Kristan ist daher am 3. April das Jean-Paul-Gymnasium bereits zum dritten Mal in Folge in München beim Landesausscheid vertreten – ein Erfolg, über den sich die beiden Schulkoordinatorinnen Sabine Wirth und Tatjana Kober besonders freuen. Die gesamte Schulfamilie drückt bereits jetzt die Daumen.

Ein herzliches Dankeschön gilt schließlich Emilia Ernst, Lilly Weise, Erik Schindler, Kim Böhringer, Luise Stanek, Elina Horner und Sonja März, die als Juroren eingesetzt wurden. Auch die Debattantinnen Ana Schobert und Caroline Plenk vertraten das Jean-Paul-Gymnasium würdig und mit viel Eifer. Danke auch Theresa Münzer, die sich als Ersatzkandidatin bereithielt.

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