Bundeswettbewerb Jugend musiziert

Liest man die Chronik des Jean-Paul-Gymnasiums so ist besonders ein Ereignis einschneidend und für die Schullandschaft in und um Hof prägend.

Ingrid Schrader, Janina Wolfrum (9b), Jakob Böger (8a), Moritz Gruber (9a), Oskar Heimke (8a), Schulleiter OStD Dr. Markus Köhler und Elisabeth Müller (Q11) (v.l.n.r.)

Initiiert durch den ehemaligen Intendanten der Hofer Symphoniker, Wilfried Anton, und den damaligen Schulleiter des Gymnasiums, OStD Dr. Werner Schmiedel, wurde im Schuljahr 1994/95 der Musische Zweig eingeführt, eine deutschlandweit einmalige Kooperation einer orchestereigenen Musikschule mit einem Gymnasium. Nun steuern also die jetzige Intendantin, Frau Ingrid Schrader, und der aktuelle Schulleiter, OStD Dr. Markus Köhler, gemeinsam auf das 25-jährige Jubiläum zu.

Die sehr fruchtbare und erfolgreiche Zusammenarbeit beider Institutionen zeigt sich vor allem darin, dass immer wieder junge Talente entdeckt und mit viel Enthusiasmus durch die Lehrkräfte beider Einrichtungen gefördert werden.

Fünf der musisch sehr erfolgreichen Schülerinnen und Schüler haben sich jetzt mit Fleiß und vielen Übungsstunden die Teilnahme am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“, einem der bekanntesten Nachwuchswettbewerbe, den schon Instrumentalisten wie die international anerkannte Geigerin Julia Fischer gewinnen konnten, erspielt.

Für Janina Wolfrum, die die 9. Jahrgangsstufe am JPG besucht und Hornistin in der Klasse von Alan Korck ist, ist es die erste Teilnahme am Wettbewerb überhaupt. Sie spielt seit sechs Jahren Horn, sammelt in verschiedenen Orchestern Erfahrungen im Ensemblespiel und hat vielleicht auch deswegen gerade in der Kategorie „Ensemble Bläser“ die Jury gemeinsam mit fünf anderen Bläsern von sich überzeugen können.

Schon eine Stufe versierter in puncto Wettbewerbsteilnahme ist Oskar Heimke, Schüler der 8. Jahrgangsstufe. Er machte seine ersten Schritte im Bereich Percussion bei Claudio Estay, bei welchem er auch schon einen Meisterkurs besuchen durfte, und ist jetzt Schüler von Johann Potzel. Oskar tritt in der Kategorie „Drumset Pop“ an und intensiviert auf diesem Gebiet seine Fähigkeiten in drei verschiedenen Bands sehr erfolgreich.

Gleich drei Instrumentalisten der Akkordeonklasse von Harald Oeler, der in sieben Jahren Lehrauftrag an der Musikschule der Hofer Symphoniker und im Musischen Zweig des Jean-Paul-Gymnasiums bereits sieben Bundespreisträger hervorgebracht hat, dürfen zum Bundeswettbewerb nach Paderborn fahren. Der kleinste von ihnen ist Jakob Böger, der die 8. Jahrgangsstufe besucht und bereits Bundespreisträger ist - der jüngste, den die Akkordeonklasse bis jetzt vorweisen kann. Er wird gemeinsam mit Moritz Gruber, Neuntklässler und Multiinstrumentalist, in der Kategorie „Akkordeon Kammermusik“ antreten. Auch er konnte bereits einen ersten Preis beim Bundeswettbewerb gewinnen. Die wohl erfolgreichste Instrumentalistin der Oelerschen Klasse ist ohne Zweifel Elisabeth Müller, die die 11. Jahrgangsstufe des JPGs besucht und bereits dreifache Bundespreisträgerin ist - immer in anderer Besetzung und Kategorie. Sie hat diverse Auszeichnungen, wie zum Beispiel den Sonderpreis des deutschen Musikverlegerverbandes, gewinnen können und hatte schon mehrfach die Ehre, eigens für sie komponierte Musikstücke uraufführen zu dürfen.

So hoffen alle fünf auf ein erfolgreiches Abschneiden beim Bundeswettbewerb in Paderborn und haben dafür die besten Wünsche und ein festes Daumendrücken von Ingrid Schrader und OStD Dr. Markus Köhler im Gepäck.

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